Am Dienstag Nachmittag (19.08.25) wurde die Feuerwehr Nideggen zu einem Waldbrand in einem Seitental der Ortschaft Schmidt alarmiert. Die Fläche gehört zum Nationalpark Eifel.Das Gelände war schwer zugänglich, geprägt von extremen Hanglagen und ist nicht mit Fahrzeugen erreichbar. Erschwerend hinzu kam eine ungünstige Witterungssituation mit Temperaturen um 28 °C und teils böigen und richtungswechselnden Winden. Diese Faktoren führten zu einer raschen Brandausbreitung, insbesondere hangaufwärts.Taktisches Vorgehen:Vor diesem Hintergrund entschied sich der Einsatzleiter für ein vorsichtiges, sicheres Vorgehen mit dem Ziel, die Ausbreitung des Feuers schnellstmöglich einzudämmen. Oberste Priorität hatte dabei die Sicherheit der eingesetzten Löschmannschaften, die ohne direkte Fahrzeugunterstützung im Wald arbeiten mussten.Ein erster Schwerpunkt lag deshalb auf dem Aufbau einer zuverlässigen Löschwasserversorgung. Diese wurde durch einen Pendelverkehr von Tanklöschfahrzeugen (und AB Wasser) sowie zwei Wasserübergabestellen mit Faltbehältern sichergestellt. Der Abschnittsleiter Brandbekämpfung entschied zudem, das Feuer aus dem Tal heraus anzugreifen – trotz des höheren Kräfteaufwands beim Aufbau des Löschangriffes in den Hanglagen.Brandverlauf:In der Anfangsphase handelte es sich um ein Bodenfeuer mit Flammenhöhen von bis zu zwei Metern. Alle Einsatzkräfte wurden auf die besonderen Gefahren hingewiesen. Zur Sicherheit wurden Anstiegshilfen im Hang erstellt ,Rettungswege klar definiert und Sicherheitszonen mechanisch und durch vorbereitete Leitungen angelegt.Im Anschluss erfolgte ein kontrollierter Löschangriff entlang der Flanken. Dabei kam eine Kombination verschiedener Mittel zum Einsatz, darunter D-Strahlrohre, Löschrucksäcke und Handwerkzeuge.Da das Feuer bis zu 20 cm tief in die Humusschichten eingedrungen war, mussten die Flammen zunächst niedergeschlagen und anschließend Glutnester mechanisch mit Gorgui-Hacke oder per Vollstrahl abgelöscht werden.Besondere Maßnahmen:Als sehr effizient erwies sich zudem ein vorweggehender Löschangriff per Hubschrauber mit „Bambi Bucket“ (820 Liter Wasser) , insbesondere zur Verhinderung einer schnellen Ausbreitung am Feuerrand. Diese Maßnahme wurde durch die Polizeihubschrauberstaffel NRW durchgeführt.In den Nachtstunden wurde eine Brandsicherheitswache eingerichtet. Für die notwendige Ausleuchtung sorgte das THW Hürtgenwald durch den Aufbau mehrerer Beleuchtungspunkte.Die Nachlöscharbeiten wurden am Mittwoch morgen fortgesetzt. Dabei kam erneut die Drohne zum Einsatz, um verbliebene Glutnester gezielt zu lokalisieren und ein Wiederaufflammen zu verhindern. Gegen 14 Uhr konnte der Einsatz beendet werden und mit den Reinigen der Gerätehäuser begonnen werden.
Quelle: KFV Düren e.v, Feuerwehr Nideggen, BOS-Einsatzreporter







