Großübung der Feuerwehr Würselen

Dichte Rauchschwaden stiegen am Samstagvormittag ( 09.05.26) aus dem vor kurzem fertiggestellten Mobility Hub neben dem Forschungsflugplatzes Würselen-Aachen empor. Doch es bestand kein Grund zur Sorge, denn die Feuerwehr Würselen führte dort eine groß angelegte Übung durch. Während laut Drehbuch der Übung, ein Passant zunächst eine unklare Rauchentwicklung im Bereich der Großgarage meldete, ergab die Erkundung der ersten Kräfte ein größeres Schadensausmaß. Auf verschiedenen Ebenen waren aus ungeklärten Gründen mehrere PKW in Brand geraten. Eine Person war vermisst. Insgesamt vier Trupps mit Atemschutzgeräten ausgerüstet gingen in das Parkhaus vor und konnten die Person schnell in Sicherheit bringen. Da auch Elektrofahrzeuge betroffen waren, gestalteten sich die Löscharbeiten langwierig. „Dies liegt an der thermischen Reaktion der Lithium-Ionen-Akkus. Diese müssen vollständig abgekühlt sein, da ansonsten eine hohe Rückzündungsgefahr besteht, erklärt Brandamtmann Robin Steudel. Er zeichnete sich für die Vorbereitung der Übung mit einem Team verantwortlich.Auf Anraten des Fachberaters CBRN (für chemische, biologische, radioaktive und nukleare Stoffe) sollten vorsorglich Messungen der Rauchwolke erfolgen. Daher wurden die Messeinheiten der Städteregion hinzugezogen. Diese nahmen Messungen im Bereich der Übungsstelle, aber auch der Windrichtung folgend, im Gewerbegebiet „Aachener Kreuz“ vor. Für eine vorsorgliche Dekontamination der vorgegangenen Trupps war eine städteregionale Einheit des Deutschen Roten Kreuzes vor Ort. Insgesamt waren über 90 Kräfte der gesamten Feuerwehr Würselen und Teileinheiten der Wehren aus Eschweiler, Herzogenrath, Monschau, Roetgen und Simmerath sowie des DRK Eschweiler vor Ort.Würselens Wehrleiter Patrick Ameri und auch Kreisbrandmeister Tom Sprank zeigten sich am Ende der Übung sehr zufrieden und lobten das Engagement der überwiegend ehrenamtlichen Kräfte ebenso wie Bürgermeister Roger Niessen und Städteregionsrat Dr. Tim Grüttemeier. Unsere Feuerwehren sind auf solche Szenarien sehr gut vorbereitet, lautete die einheitliche Meinung. Ihr Interesse bekundeten auch die Bundestagsabgeordnete Catarina dos Santos-Wintz, der Erste Beigeordnete der Stadt Würselen, Marius Claßen sowie der Leiter des städteregionalen Amtes für Brand- und Katastrophenschutz, Andreas Dovern und der Geschäftsführer der „Aachener Kreuz Merzbrück GmbH“, Marvin Kouchen. Ein besonderer Dank galt auch der „Kompac GmbH“ als Besitzer des Übungsobjektes, die durch Dr. Axel Thomas und Tim Fürpeil vertreten war. Diese sorgte auch für einen Imbiss zur Stärkung der Einsatzkräfte.

Bericht: Feuerwehr Würselen, Bilder BOS-Einsatzreporter

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